20.12.2009
Die Wahrscheinlichkeit und das Glück
Immer wenn Profis vom Backgammon sprechen, sprechen Sie auch von Wahrscheinlichkeiten. Das kann dann ganz schnell sehr kompliziert werden. Es wird gerechnet mit Listen, und in Prozenten, es wird mit Farben markiert um zu veranschaulichen und meistens endet man doch mit einem zu Anfang wissbegierigen “Schüler”, der dann doch nur Bahnhof versteht und sich das Gähnen kaum unterdrücken kann. Und neben der Wahrscheinlichkeit steht da dann auch noch das Glück, welches, vor allem in den Augen des Laien, eigentlich viel gewichtiger ist als die Wahrscheinlichkeit, in den Augen des “Profis” dagegen sind die Wahrscheinlichkeit und das Glück fast das selbe.
Wobei der Laie natürlich zusätzlich noch die Intuition mit ins Spiel bringt, vor allem wenn der Laie weiblich ist. Und oftmals scheint das auch zu funktionieren. Und wie sieht es dann statistisch aus, – wer gewinnt öfters?
Meist der Profi, – doch nicht unbedingt weil er alle Wahrscheinlichkeiten verstanden und berechnet hat, – sondern weil er schon fast im Halbschlaf Spielzüge im Voraus einschätzen kann, und vor allem, weil er im Voraus einschätzen kann, wie sein Gegner reagieren wird , also was passieren könnte, wenn er einen bestimmten Zug tätigt. Der Profi plant im Voraus, was der “Antwortschritt” seines Gegners sein wird und zugleich seinen “Antwortzug” darauf. Das mag jetzt nach Schach klingen, und da liegen Sie auch gar nicht so falsch. Doch das schöne am Backgammon ist, dass es trotz allem viel überschaulicher und schneller ist als Schach, und gleichzeitig doch so viel Spielraum lässt für kleine Gehirn-Knobeleien.